Berufswahl - Schulabschluss in der Tasche? Was dann?

Berufswahl – Schulabschluss bereits in der Tasche oder kurz vor Abschluss? Was dann?

berufswahlViele junge Menschen konzentrieren sich ausschließlich auf ihren  guten Schulabschluss und vergessen, sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen. Oft hört man:“ ich weiss nicht, vielleicht was mit Medien, auf alle Fälle was mit Menschen….“

 

 

 

 

 

Die Möglichkeiten ein Praktikum zur Berufsfindung zu nutzen und gezielt einen Arbeitgeber zu suchen, um einen Beruf kennenzulernen, werden leider oft verschenkt, so dass das Praktikum bei der Kita um die Ecke oder im Baufachmarkt stattfindet. Zunehmend  werden die Schulen im Rahmen von Berufsorientierung tätig, um die Aufmerksamkeit junger Mensch auf ihre Zukunft nach der Schulzeit zu lenken.

Im Internet findet man diverse kostenfreie Angebote für Interessentests, Studiumsgänge- und Berufetests. Sie alle können weiterhelfen und Informationen liefern, um sich Stück für Stück Orientierung zu verschaffen. Viele junge Menschen nehmen ein gängiges Studium auf oder wählen einer der 10 häufigsten Ausbildungsberufe aus. Einige folgen den jeweils aktuellen Empfehlungen, um dann nach Abschluss auch „garantiert“ einen Arbeitsplatz zu erhalten.

Dieser sogenannte Schweinezyklus hat uns zum Beispiel vor vielen Jahren eine Lehrerschwemme beschehrt und dazu geführt, dass wir zu Zeit einen akuten Lehrermangel haben. Also kein guter Tip auf die aktuellen Trends zu setzen? Das wichtigste ist, dass sich junge Menschen überlegen, wo denn ihre Stärken sind: Welche Schulfächer haben ihnen Spaß gemacht? Wo waren sie erfolgreich? Wie schätzen andere Personen (Familie, Freunde, Lehrer) sie ein?  Welche sozialen und methodischen Kompetenzen haben sie? Welche Themen interessieren sie? Ist solch ein Profil erstellt, ist der nächste Schritt zu überlegen, ob Studium oder eine Ausbildung, ein Praktikum möglicherweise im Ausland, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder andere Einstiege ins Berufsleben, die richtige Entscheidung sind.

Auch hier ist Recherche und z.B.  Diskussion und Kontaktaufnahme zu  Betroffenen eine gute Möglichkeit, zu sicheren Entscheidungen zu gelangen. Viele Studiums- und Ausbildungsabbrüche würden dadurch verhindert und jede Menge Frust vermieden. Die nach einer Entscheidung anstehenden Formalien, wie: wann und wo  muss man sich bewerben, wie sieht ein Anschreiben aus, wie schreibe ich einen aussagekräftigen Lebenslauf, wie erstelle ich möglicherweise eine Arbeitsprobe, gibt es eventuell etwas Besonderes zu beachten (z.B. gesundheitliche Aspekte, ein zu absolvierende Praktikum im Vorfeld) sind Fragen, die ernsthaft zu beantworten sind.

Auch hier gibt es genügend Informations- und Beratungsleistungen, die den jungen Menschen unterstützen und Fehler vermeiden hilft. Vielfach wird  zu locker mit den vermeintlichen Formalien umgegangen und damit z.B. Chancen auf einen Wunschberuf bei einem Wunscharbeitgeber vertan, weil z.B. eine Bewerbungsfrist nicht beachtet wurde. Berufswahl braucht Zeit und Engagement und ist sicher manchesmal auch etwas anstrengend, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Der Beruf ist nunmal die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und wenn er noch Spaß macht und die eigenen Stärken genutzt werden können, verspricht er auch Erfolg und  Anerkennung.

Durch Zufall zur Berufswahl- ein geigneter Tipp?

Auf Nachfragen bei Freunden und in der Familie „Wie bist du auf deinen Beruf aufmerksam geworden?“ erfährt man oft „das war Zufall“:

  • Ich wollte mein Abitur schmeißen und habe zufällig in der Zeitung gelesen, dass ein Oberstufenzentrum mit dem Schwerpunkt Naturwissenschafrten eröffnet wird und Naturwissenschaften war schon immer mein Ding….
  • Im Praktikum meinte eine Kollegin, sag mal warum machst du nicht eigentlich… ja, warum eigentlich nicht..
  • Auf der Party lernt man nicht nur einen interessanten Menschen kennen, sondern er erzählt auch so spannend von seinem Beruf, dass man den Eindruck gewinnt, genau dass will ich auch….
  • In der Freizeit ist man nur so aus Langeweile mit zu einem Vortrag zum Thema… mitgegangen.. auf einmal findet man das Thema superspannend und kann sich vorstellen auf beruflich darin tätig zu werden…
  • Ein Freund nimmt einen zu ehrenamtlicher Arbeit mit, wäre das nicht auch eine Möglichkeit sich damit genauer auseinanderzusetzen und zu schauen, ob es zukünftig mein Beruf werden könnte…
  • Auch ein Zusatzkurs, der in der Schule angeboten wird, bietet Möglichkeiten zur Entscheidungsfindung für einen Beruf beizutragen

Neugier, Offenheit und Ausprobieren bzw. Handeln helfen dem Zufall oftmals auf die Sprünge!

[socialsharing]

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