Hilfen zur Problemlösung und Entscheidungsfindung

Hilfen zur Entscheidungsfindung

Müssen oder wollen Sie eine Entscheidung treffen? Wie gehen Sie vor?

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1. Erstellen Sie eine Pro und Contra-ListeEntscheidungen treffen und Hilfen zur Problemlösung

Wir sind heute auf schnelle Entscheidungen gepolt. Pro und Contra-Listen werden erstellt, Zahlen, Daten, Fakten recherchiert. Eine perfekt vorbereitete Entscheidungsfindung fließt womöglich noch in eine PowerPoint-Präsentation, die alle Argumente noch einmal auf den Punkt bringt und die Entscheidung zweifelsfrei begründet. Ein Beispiel: Ein tolles Jobangebot in Hamburg; ich wohne allerdings zur Zeit mit meiner Familie in Berlin. Mein Mann hat eine gute Arbeit in Berlin, die er bestimmt nicht aufgeben wird, um mit mir nach Hamburg zu ziehen. Meine Kinder studieren in Berlin und wohnen bei uns. Das Haus, in dem wir wohnen ist noch nicht abbezahlt. Alles Contra-Argumente. Aber Hamburg ist nicht weit weg, die Bahnverbindung ist fast optimal. Vielleicht ist eine 4-Tage-Woche möglich?, einTag Home-Office pro Woche? Der Job hört sich so interessant an, eine einmalige Chance! Die Firma hat einen guten Ruf, legt Wert auf Weiterbildung; bietet an, einen Tag die Woche in einem selbstgewähltem Projekt zu arbeiten. Was will man mehr? Das Gehalt stimmt. Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Pro und Contra-Liste ist umfangreich und schriftlich dokumentiert. Die einzelnen Punkte sind gewichtet und bewertet worden. Eine hervorragende Entscheidungsfindungsmöglichkeit, aber woher kommt das flaue, mulmige Gefühl im Bauch? Sollte man noch mal eine Nacht darüber schlafen?

Eigentlich ist doch alles klar....... Lesen Sie weiter in Teil 2

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Teil 2: "Schlafen Sie eine Nacht darüber"

Ein mulmiges Gefühl im Bauch trotz perfekter Entscheidungsvorlage in einer Pro und Contra-Liste? Wer kennt nicht den Spruch "Schlaf eine Nacht darüber". Ist da heutzutage noch etwas Wahres dran oder gehört dieser simpel wirkende Ausspruch in das Reich der Märchen? Trifft man bessere Entscheidungen, wenn man seinem Unterbewusstsein Zeit gibt, alle wichtigen Informationen zu verarbeiten? "Schlaf eine Nacht darüber" ist tatsächlich ein guter Rat für jemanden, der eine Entscheidung treffen muss. Der Mensch nutzt den Schlaf nicht nur, um Erinnerungen neu zu strukturieren, er baut die neuen Informationen auch sofort in die bestehende Kenntnisstruktur ein. Im Gegensatz zu unserem Bewusstsein kann das Unterbewusste nämlich sehr viele Informationen speichern, berücksichtigen und verarbeiten. Das Bewusstsein kann nur einen kleinen Teil der verfügbaren Informationen bearbeiten, weil man sich gar nicht alles merken kann. Viele Menschen gehen davon aus, dass sie nur dann eine gute Entscheidung treffen, wenn sie sehr bewusst über ihre Wahl nachdenken. Das ist aber ein Irrtum. Der Mensch ist sehr gut in der Lage "aus dem Bauch heraus" richtige Entscheidungen zu treffen. Dabei kann sich gründliches Nachdenken auch Negativ auswirken. Es gibt zahlreiche Situationen, in denen wir uns überhaupt nicht bewusst sind, dass wir Entscheidungen treffen und dennoch treffen wir die richtige Wahl. Unser Unterbewusstsein trifft die Entscheidungen, so z.B. im Straßenverkehr. Bei einer grün aufleuchtenden Ampel fahren wir los. Heißt das, wir sollten zur Entscheidungsfindung überhaupt nicht nachdenken? Doch, z.B. wenn Regeln zu berücksichtigen sind: Preislimit, Zeitlimit, bestimmte Eigenschaften eines Produktes bei einer Kaufentscheidung.

Lassen Sie sich im 3. Teil überraschen. Darf man sich für eine gute Entscheidung auf sein Gefühl verlassen?

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Teil 3: Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl?

Auf das Gefühl verlassen und die bestätigenden Fakten im nachhinein erarbeiten? Viele gestandene Manager und Managerinnen gehen so vor. Sie entscheiden aus dem Bauch und tragen dann die Fakten zur Begründung ihrer Entscheidung zusammen. Verwerflich? Unverantwortlich? Die gleichen Fakten können positiv oder negativ ausgelegt werden; es ist eine Frage der Betrachtung. Statistiken können z.B. so ausgewählt werden, dass der Betrachtungszeitraum über die letzten 2 Jahre in monatlichen Ausgriffen interpretiert wird  oder aber die letzten 10 Jahre in jährlichen Ausgriffen. So kann man sich eine Faktenlage schaffen, die die bereits getroffene Entscheidung nachhaltig begründet. Trügt Sie oft Ihr Bauchgefühl oder bestätigt es oft Ihre aus der Faktenlage gewonnen Meinung? Wollten Sie nur die Fakten sehen, die zu Ihrer Meinung passten oder hatten andere Fakten genau die gleiche Chance wahrgenommen und bewertet zu werden?

Was nun? Was können Sie unternehmen, wenn Sie sich wirklich nicht entscheiden können?

Trauen Sie sich, den Zufall entscheiden zu lassen? Seien Sie gespannt auf Teil 4

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Teil 4: Kopf oder Zahl oder würfeln Sie!

Wie gelangen Sie zu einer Entscheidungsfindung, wenn Sie eine Pro und Contra-Liste aufgestellt haben, eine Nacht darüber geschlagen haben, Sie Ihr Bauchgefühl befragt haben und trotzdem keine Entscheidung treffen konnten?

Nehmen Sie eine Münze! Kein Scherz! Kopf steht für Variante 1 und Zahl steht für Variante 2. Prägen Sie sich fest ein, für welche Variante Kopf  und Zahl jeweils stehen. Werfen Sie die Münze. Schauen Sie nach und registrieren Sie Ihren allerersten Impuls, wenn Sie auf die Münze schauen. Bekommen Sie einen Schreck, dass diese Variante gefallen ist? Oder freuen Sie sich und fühlen sich bestätigt? Jetzt wissen Sie was zu tun ist. Folgen Sie Ihrem ersten Impuls.

Haben Sie drei Varianten, nehmen Sie einen Würfel. Legen Sie fest, welche Variante bei den Augenzahlen 1 und 2, 3 und 4, sowie 5 und 6 jeweils Anwendung finden soll. Prägen Sie sich auch hier wieder die Augenzahlen und die dazugehörige Variante gut ein. Würfeln Sie! Auch hier zählt wieder der erste Impuls! Folgen Sie ihm, er ist Ihre Entscheidung!

4 Möglichkeiten haben Sie nun kennengelernt, war etwas für Sie dabei?

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